Cool Down nach dem Sport - es lohnt sich

Von MARCO HEIBEL

Nach intensivem Sport sofort unter die Dusche zu springen, mag verlockend erscheinen. Doch abgesehen davon, dass man unangenehm nachschwitzt, gibt es noch einen weiteren Grund, warum man sich damit etwas Zeit lassen sollte: Wer seinen Kreislauf langsam runterfährt, regeneriert schneller.

Cool Down
Foto: ©istockphoto.com/Ridofranz

Immer wieder weisen Trainer darauf hin, wie wichtig es ist, sich richtig warm zu machen. Den Sinn des Warm Ups bestreitet wahrscheinlich niemand: Das Herz-Kreislauf-System wird behutsam in Schwung gebracht, die Muskeln werden peu à peu stärker durchblutet, das Verletzungsrisiko sinkt. Insgesamt wird der Körper also auf die bald folgende Belastung vorbereitet. Das äußert sich auch in der Herzschlagfrequenz. Der Cool Down, also das Herunterkühlen nach dem Sport, wurde dagegen lange Zeit fast stiefmütterlich behandelt. Wer sich ausgepowert hat, hat natürlich nicht mehr unbedingt große Lust, noch ein paar langsame Runden zu drehen oder ein paar Entspannungsübungen zu machen. Dabei lohnen sich diese paar Extra-Minuten ungemein.

Cool Down: Der unterschätzte Bruder des Warm Up

Letztlich lässt sich der Sinn des Cool Down nur im Zusammenspiel mit dem Warm Up erklären. Sollte jemand von Euch schon mal einen Tempolauf ohne Aufwärmen gemacht haben oder bei einem Fußballspiel eingewechselt worden sein, ohne Zeit zum Warmlaufen gehabt haben, werdet Ihr wissen wie sich das anfühlt: Ihr kommt (zu) schnell in einen hohen Pulsbereich und fühlt Euch bereits nach kurzer Zeit am Limit. Während Ihr Euch während eines Spiels noch Pausen gönnen und Euren Rhythmus finden könnt, seid Ihr beim Ausdauersport dagegen fast schon verloren.

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