Unser Ferientipp: Fithalten in den Ferien – was bringt ein internationales Fußballcamp?

Informationen zum Trainingseffekt, zu Inhalten und den Hintergründen der Feriencamps

Ihr kennt das: Wir nutzen oft Kontakte, um möglichst viele wertvolle Infos an euch weiterzugeben zu können. Nicht jeder mag sich dabei unseren Fragen stellen. Von Dipl.-Sportl. Ferdinand Luft, Gründer von Ferienfussball.de, bekamen wir wertvolle Antworten, die Eltern von Spielern und Spielerinnen bei der Entscheidung helfen, ihre Kids in den Ferien in ein Fußballcamp zu schicken.

Auch ihr als Trainer oder Trainerinnen, könnt wichtige Tipps an die Spielereltern und an euer Team weitergeben. Ferdinand Luft kann sich dabei nur auf seine Ferienfußballschule beziehen, die er mit langjähriger Erfahrung führt. Das er weiß wovon er redet, beweisen die vielen ihm anvertrauten Kinder und Jugendliche, viele von ihnen verbringen nicht nur einmal Fußballferien in seinen Camps.

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Uwe:
Was ist das Besondere an Ferienfußballcamps?

Ferdinand:
Oft hört man bei unseren Ferienfussball-Camp auf dem Trainingsplatz verschienden Sprachen oder Dialekte, denn die Teilnehmer kommen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands und sogar aus dem Ausland. Das ist auch der besondere Anreiz sowohl für die Eltern als auch für die Kinder – neue Freunde kennenzulernen und sich mit anderen Nachwuchskickern messen zu können. Fernab von zuhause entsteht so eine eigene Atmosphäre, die ideal ist, ums sich auszutoben und neue Erfahrungen zu sammeln.

Die Betreuer wissen dabei ganz genau, welche Ansprüche an sie gestellt werden: Nämlich rund um die Uhr über Fußball zu quatschen, zu trainieren, anzufeuern und Geschichten aus der eigenen Karriere zu erzählen… ein Ferienerlebnis der ganz besonderen Art!

Uwe:
Welche Rolle spielt das Fußballtraining?

Ferdinand:
Natürlich steht der Fußball in allen Ferienlagern im Mittelpunkt. Bei allen Feriencamps in Deutschland trainieren wir sogar bis zu dreimal täglich – immer abhängig von der Altersgruppe und der Fitness der Teilnehmer. Bei den jüngeren Spielern vermitteln wir unser Konzept sehr spielgemäß. Bei den älteren Kickern ab 13 Jahren achten wir auf ein intensiveres Fußballtraining mit einem großen Übungsanteil. Um auch die Mädchen besser fördern zu können, bieten wir spezielle Mädchen-Fußballcamps an, auch hier ab 13 Jahre. Aufgrund der kräftemäßigen Vorteile der Jungs in diesem Alter hat sich die strikte Trennung bewiesen. Bei den jüngeren Schülern mischen wir die Feriencamps mit Jungen und Mädchen und bilden bei einer größeren Anzahl eine eigene Mädchengruppe.

Uwe
Welche Anforderungen stellt ihr an die Trainer und wie werden diese ausgebildet?

Ferdinand:
An unsere Trainer stellen ganz besondere, sehr hohe Ansprüche – zumeist arbeiten wir mit Studenten zusammen. Wir achten bei der Auswahl vor allem auf die menschliche Komponente, denn der Trainer muss Kinder auch außerhalb des Platzes begeistern können. Kein leichtes Unterfangen für uns als Fußballschule. Wir haben jährlich über 300 Bewerbungen vorliegen, die wir sorgfältig prüfen und viele Gespräche führen bis wir uns das richtige Team entschieden haben.

Die Trainerfortbildung basiert bei uns auf der Wissensbasis und den Erfahrungen von sehr vielen Jugendreisen. Rechtliche, organisatorische, pädagogische und soziale Inhalte stehen neben dem Jugendtraining im Mittelpunkt. Wer im Team ist, wird dann auf einer mehrtägigen Fortbildung nochmals speziell auf die Ferienlager vorbereitet.

Uwe:
Wie ist der Trainingseffekt in einer Fußballwoche einzuschätzen?

Ferdinand:
Der Umfang des Trainings bei den Fußballcamps in Deutschland entspricht in etwa 10 Wochen des heimischen Vereinstraining. Der Anteil ist bei den Fußball-Sprachreisen in England etwas geringer, da noch Englischunterricht und Tagesausflüge nach London oder Manchester im Programm integriert sind.

Wichtig ist natürlich die Trainingssteuerung, um die Belastung über die Trainingstage zu verteilen und Verletzungen zu vermeiden. So empfehlen wir auch keine zwei Trainingscamps nacheinander zu absolvieren, denn der Trainingseffekt wird dadurch nicht größer. Bei unseren internationalen Kickern machen wir aufgrund der langen Anreise auch Ausnahmen - setzen dann das Programm für die ausländischen Teilnehmer jedoch anders zusammen.

Ein großer Vorteil bei unseren Camps sind die altersgemäßen Gruppenstrukturen, die wir je nach Anmeldestand anbieten können. Jede Gruppe hat dabei ihren eigenen Trainingsplan und gestaltet das Programm unabhängig. So trainieren in unseren Proficamps in der ältesten Gruppe die 15-17-jährigen zusammen – bei den Junior-Ferienfreizeiten bilden die Schüler von 8-10 Jahren die jüngste Gemeinschaft. Diese Homogenität gibt nicht nur reichlich Motivation, sondern erhöht auch die Leistungsdichte im Training, welches somit effektiver wird.

Uwe:
Wie und wann entstand die Idee von den internationalen Fußball-Feriencamps, oder sollen wir besser "Reisen" sagen?

Ferdinand:
Schon in der Studienzeit an der Kölner Sporthochschule im Jahr 1999 begeisterte uns die Idee, Kindern und Jugendlichen in den Ferien im Fußball vereinsunabhängig zu trainieren und zu fördern. Dabei entwickelten wir unser eigenes Konzept, das weit über den sportlichen Aspekt hinausgeht.

Uns war gleich klar, dass wir auch pädagogische und soziale Werte in den Fußballcamps fördern müssen. Gerade bei den vielen internationalen Schülern in den letzten Jahren – aus nahezu über 40 verschiedenen Ländern – war es wichtig, diese in den altersgemäßen Gruppen schnell zu integrieren, um ein gutes Teambuilding zu gewährleisten. Zudem war unser Anspruch neben dem intensiven Training immer, den Teilnehmern mehr auf ihrem Weg zu mitzugeben: Selbstständigkeit, Teamgeist und Disziplin stehen ganz oben auf unseren Campregeln. Dies ist sicher mit ein Grund, unserer hohen Wiederholerraten und einer guten Empfehlungsquote für die Reisen in Deutschland und England.

„Fußballcamps“ ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck – wir sind offizieller und zertifizierter Kinder- und Jugendreiseveranstalter. Jedoch verstehen viele Eltern den Begriff „Fußballreisen“ als Trip vom Papa und Sohnemann in ein Bundesligastadion. Einen Ausflug ins Stadion bieten wir zwar auch an – allerdings nur im Rahmen unserer Sprachreisen in England oder beim Fussballcamp-Profi in Bad Tölz, wo wir die Allianz Arena besuchen.

Uwe:
Wie passt in euren Ferienlagern denn Fußball & Englisch zusammen?

Ferdinand:
Also unsere Erfahrung zeigt, dass Fußball und Englisch gut zusammenpassen, wenn man den richtigen Weg wählt und sich den Ansprüchen der Fußballer stellt. Zunächst müssen wir betonen, dass wir schon seit 2003 unsere Fußballcamps mit dem Thema Englisch kombinieren – mit großem Erfolg. Denn wir konnten Erfahrungen sammeln, was die Fußballer wirklich wollen und haben die Programme nach diesen Wünschen zusammengestellt.

Jugendliche über ein qualifiziertes Training für die Fremdsprache Englisch zu begeistern ist einfacher als andersherum. Und sie können in England natürlich auch neue Kulturen hautnah kennenlernen – beispielsweise wohnen beim Einsteigertrip nach Exmouth die Jungs und Mädchen bei Gastfamilien.

Und es ist einfach pure Freude in die jungen Fußballeraugen zu sehen, wenn wir die Premier-League-Stadien in Manchester oder London besuchen – das ist wohl neben den Freundschaftsspielen gegen lokale Teams das Highlight in England.

Wer sich nicht so weit traut, kann auch Sprachferien in Hinsbeck besuchen und dort einfach als Team kennenlernen, um später dann den Sprung mit uns ins Ausland zu wagen.

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