Muskelkater nach dem Fußballtraining oder Spiel!

Schmerz lass nach… Ursache und Vorbeugung

Jeder kennt das, man kommt nach dem Training nach Hause, die Beinmuskeln schmerzen leicht, aber man geht mit dem Gefühl ins Bett, was getan zu haben. Doch am nächsten Morgen kommt das grauenvolle Erwachen. Man quält sich mit schrecklichen Muskelschmerzen aus dem Bett.

Passives Abseits
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Woher kommen die Schmerzen?

Lange wurde vermutet, dass eine Übersäuerung der Muskeln, die Ursache für Muskelkater ist. Dies wurde aber mittlerweile wiederlegt. Vielmehr ist die Ursache, dass durch die Überbelastung der Muskeln, kleine Risse im Muskelgewebe entstehen. Wenn sich diese Risse durch Eindringen von Wasser entzünden, schwellen die Muskeln an. Da dieser Prozess nicht sofort eintritt, bekommen wir den schmerzhaften Muskelkater erst 12 bis 24 Stunden nach der Belastung. Insbesondere bei Krafttraining und abrupten Abbremsbewegung, bei denen die Muskeln schlagartig sehr beansprucht werden, entstehen die Muskelrisse schneller.

Muskelkater entsteht immer dann, wenn das Training den Sportler übermäßig belastet hat. Das Training war also nicht wirklich gut, denn es hat eine Verletzung hervorgerufen. Früher dachten viele, Muskelkater ist ein Zeichen für hartes, aber gutes Training.

Was hilft?

Massagen

Nein, nicht wirklich! Man kann sich vorstellen, dass massieren von Muskeln mit Rissen nicht wirklich Sinn macht. Man verschlimmert den Zustand eher noch.

Dehnen

Ich gebe ehrlich zu, dass ich lange gedacht habe, dass mir Dehnen hilft. Aber weit gefehlt, auch Dehnen macht den Zustand meistens schlimmer. Ist ja auch irgendwie logisch, dass man verletzte Muskel, nicht noch weiter strapazieren sollte.

Auslaufen

Nicht umsonst wird das "Cool Down" von vielen Teams durchgeführt. Mit einem sogenannten leichten Workout, erreicht man den gleichen Effekt, auch durch Radfahren oder leichte Fußballtrainingseinheiten. Lasse dein Team, 20-30 Minuten nach der Belastung, nochmal 3-4 Runden langsam und locker auslaufen. Es ist einfach wichtig, die Muskeln zur Regeneration anzuregen. Je schneller eine Entspannung eintritt, desto weniger braucht man sich sorgen um einen Muskelkater zu machen.

Fazit

Es gibt viele Mythen, die den Muskelkater begleiten. Jeder hat Tipps und Tricks parat, die angeblich helfen sollen. Beim Fußball haben die Spieler unterschiedliche Fitnesszustände und deshalb ist die Belastungsgrenze bei jedem Spieler unterschiedlich. Achte darauf und nicht vergessen: Cool Down nach größerer Belastung immer durchführen. Lese hierzu auch unseren Artikel:


"Cool Down nach dem Sport - es lohnt sich"


Ein Wundermittel gibt es nicht, es sei denn, man verzichtet auf Sport.


Muskelkater gibt es und wird es immer geben! Mit gut dosiertem Training kann er vermieden werden.