Der Torwart und seine Reflexe

Vebesserung der Torwartreaktion

Passives Abseits
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„Welch ein Reflex!“, ein oft gesagter Satz im Profifußball. Ja, ein Torwart hat es manchmal nicht leicht bei den ganzen Reizen die sein Auge empfängt. Doch woher kommen die Reflexe, ist das eine besondere Eigenschaft, die man hat oder auch nicht?

Nein, die Reaktionsschnelligkeit lässt sich genau so trainieren wie Muskeln. Doch es bringt nichts, wenn ein Spieler 1000 mal vom 16 Metern auf das Tor schießt, dies ist zum Trainieren der Reaktionsschnelligkeit viel zu wenig. Der Torwart wird von den Schüssen nicht überrascht. Man trainiert ja auch keine Muskeln, indem man sie einfach nur mal eben "benutzt".

Reflexe trainieren

Nehmen wir mal als Beispiel Eishockey. Jeder hat es schon mal gesehen, gerade die Torhüter (Goalies) müssen über eine sehr schnelle Reaktionszeit verfügen, wenn ihnen die Pucks mit bis zu 170 km/h um die Ohren fliegen. Doch wie trainieren die Goalies ihre Reaktionsgeschwindigkeit?

Es muss etwas geschehen, womit der Torwart nicht rechnet, etwas unberechenbares, schnelles, verrücktes, also lassen sich die Eishockeytrainer etwa besonderes einfallen: Eishockey-Goalies trainieren mit der ganzen Mannschaft. Es stellen sich dann 15 Leute ums Tor und jeder hat einen Schläger und einen Puck. Der Goalie weiß nie, wer nun schießen wird, bzw. wie schnell hintereinander die Schüsse kommen. Sowas trainiert die Reflexe und die Reaktionszeiten sehr effektiv.

Das Ganze lässt sich natürlich auch im Fußballtraining umsetzten, wichtig ist nur, dass die jeweiligen Übungen einen Überraschungseffekt für den Torwart darstellen.

Trotzdem darf man kein Wunder erwarten. Denn zum großen Teil sind Reflexe auch genetisch bedingt. Man kann sie zwar durch Training verbessern, aber eine gute Reaktionszeit sollte einem Torhüter schon in die Wiege gelegt worden sein.