Grundsätze optimaler Trainingsgestaltung und Trainingsplanung

Die nachstehenden Grundsätze eines optimalen Kinder- und Jugendtrainings sollten unbedingt eingehalten werden.

Bedenke: Solltest Du nicht in der Lage sein (z.B.: ungenügend Zeit) einen Großteil der Anforderungen zu erfüllen, überlege, ob dein Engagement als Trainer den Kindern oder Jugendlichen wirklich hilft.

Viele Vereinsverantwortliche werden diesen Satz kopfschüttelnd lesen, weil jeder Verein über jeden froh ist, der sich in der Kinder- oder Jugendbetreuung engagiert. Masse? Klasse? Was soll erreicht werden? Ein Problem, für das es auch in der Zukunft keine vernünftige Lösung geben wird. Zurück zum Thema!

1. Optimale Trainingsplanung und Trainingsgestaltung

2. Der Trainingsaufbau und der Aufbau nach Altersstruktur

1. Optimale Trainingsplanung und Trainingsgestaltung eines Kinder- und Jugendtrainers

1. Die Kinder oder Jugendlichen müssen jederzeit gut betreut werden.

2. Planung jeder Trainingseinheit.

3. Das Ziel ist die individuelle Förderung des einzelnen Kindes.

4. Kinder- und Jugendtraining darf auf keinen Fall reduziertes Erwachsenentraining sein.

5. Altersabhängige und leistungsabhängige Schwerpunkte setzen.

6. Spielleistungen oder Analysen des letzten Pflichtspiels spielen beim Trainingsinhalt keine Rolle. Die Pflichtspiele sind bestens zum Umsetzen der gelernten technischen und taktischen Fähigkeiten geeignet. Niederlagen oder Siege spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das Lernziel nie aus den Augen verlieren.
THESE: Ein Pflichtspiel kann das Training niemals ersetzen. Beim Pflichtspiel geht es nicht darum technische Fähigkeiten zu erlernen, es geht um den Sieg. Das Erfolgserlebnis in einem Spiel gegen andere Vereine ist für jedes Kind und Jugendlichen wichtig. Der Lernerfolg für seine technische Ausbildung ist in solchen Spielen gering.

7. Nicht ständig die Trainingsinhalte wechseln. Die Lernziele werden ständig im Training wiederholt. Dabei die Übungen variieren. Es ist unmöglich z.B. Dribbeltechniken innerhalb von zwei Trainingseinheiten zu erlernen. Für Abwechslung sorgen verschiedene Übungen, die zum Lernziel führen. Die animierten Drills bei Soccerdrills.de sind entsprechend nach Lernzielen aufgebaut (Zweikampf, Passen, usw.).

8. Langfristige Ziele bestimmen das Training. Diese Ziele können auch in einem Jahresplan bestimmt werden.

9. Bis Fortschritte erkennbar sind, ist viel Geduld erforderlich.

10. Der Kinder- und Jugendtrainer darf nicht unter Erfolgsdruck handeln.

11. Das Kindertraining sollte 2 Trainingseinheiten pro Woche (je 60 Minuten) umfassen und bis zum Jugendalter langsam auf 3 bis 4 Trainingseinheiten (Steigerungen bis auf 90 Minuten pro Einheit) erhöht werden.